Aller guten Dinge sind drei. – Damit ist nicht unbedingt das Tor gemeint, das in der Schlussminute des jüngsten Aufeinandertreffens für den 3:0 Endstand sorgte, sondern eher, dass im dritten gelb-roten „Nachbarschaftskick“ endlich auch einmal ein Sieg für Leinfelden heraussprang. Im dritten Jahr nacheinander trafen sich die beiden AH-Teams zum freundschaftlichen Kräftemessen und zweimal hieß der Sieger TV Echterdingen. Am vergangenen Mittwoch jedoch durfte Leinfelden jubeln.
Gleich zu Anfang legte das TSV-Team viel Wert auf Stabilität von hinten heraus und das half spürbar dabei, Sicherheit bei eigenem Ballbesitz aufzubauen, aber auch beim Zurückerobern des Spielgeräts. So gelang es Leinfelden immer besser, seine schnellen Spitzen einzusetzen, die entsprechend für Unruhe vor dem Gästetor sorgten und das Spielgeschehen insgesamt vom Leinfelder Tor fern hielten.
Torlos zur Halbzeit mit leichten Feldvorteilen für den TSV – das war schon ein kleiner Teilerfolg aus Leinfelder Sicht, auf dem das „zweite Team“ nach dem Seitenwechsel aufbauen konnte. Moment, zweites Team? – Ja, der Spielerstamm ist mittlerweile so gut gewachsen, dass nicht nur im wöchentlichen Training zuverlässig Spiele aufs Großfeld oder gar Turniere möglich sind, sondern bei Spielen auch ein Durchwechseln auf fast allen Positionen.
So ging Leinfelden die zweiten 40 Minuten also mit viel frischem Personal an und war damit im Vorteil gegenüber den Echterdingern, die mit relativ dünner Personaldecke auskommen mussten. Dennoch übernahm der TVE nach Wiederanpfiff zunächst die Initiative und steckte mehr Energie in die Offensive. Dieser Druckphase hielt aber auch das neue Personal in Rot gut Stand und spielte sich mit teils sehenswerten Kombinationen seinerseits wieder mehr nach vorne. Und das führte nach einer guten Stunde dann auch zum ersten Tor, als nach einem zunächst noch abgewehrten Angriff Nazar die zu kurze Befreiung auf dem rechten Flügel für einen Schuss von außerhalb des Strafraums nutzte, dem Ricardos Fußspitze im Zentrum etwa acht Meter vor dem Tor noch die entscheidende Richtungsänderung mitgab.
Gut zehn Minuten nach dem 1:0 war es erneut Ricardo, der Leinfelden jubeln ließ. Wieder ging ein gefälliges Angriffspiel voraus, denn nicht nur der spätere Torschütze war freigespielt, sondern er auch noch freie Nebenleute, doch zentral vor dem Tor entschied er sich für den eigenen Abschluss und wurde belohnt.
Weil der TSV in dieser Phase schon länger nichts mehr anbrennen ließ, wirkte das 2:0 wie eine kleine Vorentscheidung, denn dem TVE fehlten jetzt die frischen Kräfte von der Bank, die nochmal für eine Wende im Spiel hätten sorgen können. Stattdessen blieb eher Leinfelden im Vorwärtsgang, der ganz kurz vor Schluss noch einen an Ali verursachten Elfmeter einbrachte, den Alex sicher halbhoch rechts verwandelte. Mit dem 3:0 ertönte dann auch der Schlusspfiff.
Beide Teams wechselten dann noch einmal den Standort, nämlich in Richtung Grill und Getränkestand, wo es wieder bei Null losging und genau in der guten Atmosphäre ausklang, für die wir diese alljährlichen Freundschaftsspiele schließlich überhaupt machen. 🙂

