Happy End für Leinfeldens Frauen in einem sehr knappen Bezirksligaspiel: Gegen die leidenschaftlich auftretende zweite Mannschaft der Verbandsligistinnen vom VfL Sindelfingen machte es Leinfelden bis zum Schluss spannend. Die Spielerinnen von Trainer Kevin Goldberg wurden letztendlich aber dafür belohnt, dass sie sich von ausgelassenen Chancen nicht entmutigen ließen und niemals aufhörten, nach vorne zu spielen.

Vom Start weg zeigten sich die Gastgeberinnen gut eingestellt und in Spiellaune. Ihr aktives Anlaufen machte dem relativ jungen Gästeteam sichtlich Probleme. Sindelfinden konnte sich im Spielaufbau kaum entfalten. Stattdessen eroberte Leinfelden viele Bälle bevor sie richtig gefährlich werden konnten. Folgerichtig lagen die Spielanteile zwar klar beim TSV, doch aus dieser Feldüberlegenheit ergaben sich in Hälfte eins nur selten klare und zwingende Torchancen. Sindelfingen stemmte sich erfolgreich gegen die Offensivbemühungen des TSV Leinfelden, dem zum perfekten Zusammenspiel oft nur ein kleiner Tick Ruhe und Timing fehlte.

Wie so oft, wenn die Spielrichtung recht einseitig ist, wäre auch diese Partie fast mit einem einzigen Angriff auf den Kopf gestellt worden. Die einzige Chance der Gästinnen war bis dahin auch die beste des gesamten Spiels und Leinfelden hatte Glück, dass der Stürmerin im entscheidenden Moment der Ball versprungen ist. So ging es also torlos in die Halbzeitpause.

In der zweiten Spielhälfte knüpften die TSV-Ladies nicht nur an ihre gute Leistung an, sondern schafften es jetzt auch besser, den vielen Ballbesesitz in gute Torchancen umzumünzen. Nur beim Abschluss fehlte weiterhin ein Stückchen Glück, so dass das erste Tor des Tages weiterhin auf sich warten ließ. Und jede Minute, die so verstrich, brachte das junge VfL-Team einem Punktgewinn näher, was sie angesichts des Spielverlaufs sicher als Erfolg gewertet hätten. Und nicht nur das: Mit dem gewachsenen Selbstvertrauen kamen die Gästinnen in der Schlussviertelstunde sogar selbst noch zu zwei Aktionen, aus denen gut und gerne ein Tor hätte fallen können.

Die offensivere Ausrichtung der Sindelfingerinnen verschaffte als positiven Nebeneffekt aber auch größere Räume fürs Leinfelder Angriffspiel, das – auch dank frischer Kräfte von der Bank – ohne Unterbrechung weiter lief. Und so schickte Hanna Schaber kurz vor Schluss mit einem klugen Pass Kim Sandlaß auf die Reise. Kim hatte freie Bahn und behielt vor dem Tor einen kühlen Kopf und ruhigen Fuß und schob den Ball überlegt flach ins linke Toreck.


Der Bann war endlich gebrochen und der Jubel entsprechend groß! Für Sindelfingens Zweite, die heute einen sehr leidenschaftlichen Auftritt zeigte, war der Zeitpunkt natürlich sehr bitter, wenngleich Leinfelden als das über die gesamte Spielzeit aktivere Team die Führung sicherlich verdient hatte.
Das späte 1:0 hatte das Spiel praktisch schon entschieden, als kurz darauf ein besonderes Schmankerl sogar noch für das 2:0 sorgte: Lisa Schober brachte einen weiten Abschlag aus der Hand zentral in den Lauf von Johanna Stehr, die den Ball auch jagte und damit die Torspielerin genug irritierte, damit diese sich verschätzte und den Aufsetzer unterlief. Johanna musste Lisas Ball nur noch ins Tor begleiten, während die Hintermannschaft schon anfangen konnte, die Torschützin zu feiern.


Das Torwarttor setzte den kuriosen Schlusspunkt in einer Partie, die Leinfelden trotz des knappen Verlaufs noch einmal Selbstvertrauen geben dürfte vor der Auswärtsfahrt zum Spitzenteam des TSV Mühlhausen/Stuttgart. Glückwunsch zum heutigen Sieg und viel Erfolg auch in den kommenden Wochen!
Die restlichen Spiele der Bezirksligasaison
- So, 10.5. 13:00 Uhr: TSV Mühlhausen/Stuttgart – TSV Leinfelden
- So, 17.5. 10:30 Uhr: TSV Leinfelden – SV Hoffeld II
- Do, 21.5. 19:30 Uhr: TSV Leinfelden – SGM Bondorf/Mönchberg/Kayh
- So, 7.6. 11:00 Uhr: TSV Weilimdorf – TSV Leinfelden
































