Corona: Fragen und Antworten

Sind nicht 10 Peronen Obergrenze?

Generell ja, aber für Mannschaftssport gilt (noch) eine Ausnahme. Am 19.10. kam die Info von der Stadt: Wir dürfen weiterhin mit den gewohnten 20-er Gruppen trainieren und spielen. Die verschärfte Obergrenze für Ansammlungen (10 Personen aus max. 2 Haushalten) ist für Mannschaftssport ausgesetzt. Das macht in gewisser Weise Sinn, wenn man bedenkt, dass sonst auch der Spielbetrieb komplett zum Erliegen käme. So lange der Betrieb aber weiterlaufen kann, sind doch etliche Spieler an den Trainings- und Spielterminen im Freien unterwegs und nicht in geschlossenen Räumen.

Maskenpflicht rund ums Spiel!

Im Sportzentrum Leinfelden muss verpflichtend eine Mund-Nasen-Maske getragen werden. Ausgenommen sind nur Spieler während des Spiels oder Trainings.

Aus den bisherigen Erfahrungen weiß der wfv: Die Ansteckungen passieren eher nicht in Spielsituationen, sondern „drumherum“: Eng im Auto, auf der Ersatzbank, in der Kabine, beim „Tratsch danach“. Hier müssen wir besonders vorsichtig sein!

Gibt es im Winter Hallentraining?

Im Prinzip ja: Hallenzeiten sind für unsere jungen Teams reserviert (Bambini bis E-Jugend), aber wir versuchen in diesem Winter, so lange wie möglich an der frischen Luft zu bleiben! Auch Hallenturniere können in diesem Winter nicht stattfinden. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken ist in geschlossenen Räumen einfach viel höher als im Freien.

Falls die Plätze komplett unbespielbar werden, können wir immer noch den Umzug nach innen planen. – Das wird dann allerdings mit strengen Auflagen und vermutlich auch kleineren Gruppen verbunden sein…

Wen kann ich zu Corona-Fragen persönlich ansprechen?

Die Ansprechpartner für das Hygiene- und Schutzkonzept der Fussballabteilung des TSV Leinfelden sind Volker Funk und Markus Mutz.

Was ist im Spielbetrieb zu beachten?

Organisation im Vorfeld

Jedes Spiel muss wie gewohnt über unsere Geschäftsstelle beantragt werden. Für den Spielbetrieb gilt ein Schutzkonzept, das sich an der Vorlage des wfv orientiert. Darauf verständigen sich die Trainer und Spieler der am beteiligten Vereine. Die Gastmannschaft bestätigt dies auf einem Einwilligungsformular.

Zonenaufteilung im Sportzentrum

Grundsätzlich sollen alle Beteiligten immer den Mindestabstand von 1,5 m einhalten. Wenn das nicht geht, ist eine Maske zu tragen. Die einzigen, für die diese Abstandsregeln vorübergehend nicht gelten, sind die Sportler während des Spiels auf dem Spielfeld.

Seit 19.10.20 gilt: Keine Zuschauer mehr erlaubt!!! 

Für Zuschauer gilt außerdem noch, dass sie Spielfeld (Zone 1 ) und Umkleidetrakt (Zone 2) nicht betreten dürfen. Sie bleiben immer in Zone 3 (grün eingezeichnet).

Zuschauererfassung

Jeder Besucher eines Spiels, der nicht zu einem Team gehört (also nicht im Spielbericht bei dfbnet.org eingetragen ist), muss am Eingang, wie in Restaurants etc., kurz seine Anwesenheit dokumentieren.

Bewirtung

In der ersten Fassung des Konzepts war eine Bewirtung noch untersagt. Nachdem die ersten Spiele jetzt gut gelaufen sind, hoffen wir, bei den nächsten Heimspielen wieder etwas anbieten zu können. Der Antrag bei der Stadt ist in Arbeit.

Schutzbedürfnis ist Privatsache

Bei diesen und allen anderen Lockerungen ist aber wichtig: Jeder hat in dieser Ausnahmesituation sein eigenes, persönliches Risikoempfinden. Wenn Spieler:innen, Eltern, aber auch Trainer:innen der Meinung sind, dass das Zusammentreffen mit anderen Vereinen ein erweitertes Risiko ist, das sie (noch) nicht mitgehen wollen, dann ist das selbstverständlich zu respektieren.

Was müssen wir beim Training beachten?

  1. Zum ersten Training muss jeder Teilnehmer eine (bei Minderjährigen von den Eltern) unterschriebene Gesundheitserklärung mitbringen. Die Gesundheitserklärung kann man hier herunterladen. DIE IST WICHTIG! Ohne Gesundheitserklärung darf man nicht mitmachen.
  2. Bei jedem Training trägt sich jeder Teilnehmer in die Teilnehmerliste der Trainingsgruppe ein.
  3. Derzeit sind Trainingsgruppen aus 20 Personen (inkl. Trainer) erlaubt. Diese Gruppen sollen aber dauerhaft gleich bleiben und dürfen sich nicht mischen. Wir hatten auch schon Training in zwei 10er-Gruppen. Dann steht jeder Gruppe eine Platzhälfte zu, auf der sie aber die ganze Zeit bleiben muss.
  4. Trainingsgruppen sollen sich auch nicht begegnen, daher liegen immer 15 Minuten Pause zwischen Trainingsende der einen und Trainingsbeginn der nächsten Gruppe. Kommt also bitte nicht „überpünktlich“, sondern bereits in Trainingskleidung und erst kurz vor Trainingsbeginn.
  5. Es steht Desinfektionsmittel für Hände und Trainingsmaterial (Bälle) zur Verfügung. Verwendet es bei Bedarf (z.B. wenn ihr einen Ball ins Gesicht bekommen habt). Am Ende des Trainings werden alle Bälle desinfiziert.
  6. Wann immer es geht, halten wir 1,5 Meter Abstand. Das ist wie eine Dauerübung im Freilaufen. 😉 Dafür dürfen wir dann in Spielsituationen „ganz normal“ in Zweikämpfe gehen.
  7. Duschen und Kabinen sind wieder geöffnet. Sie können aber nur kurz und in kleinen Gruppen benutzt werden, da immer 1,5 Meter Abstand eingehalten werden müssen. Außerdem müssen wir das Sportzentrum nach dem Training ohne Trödeln zügig wieder verlassen.
Bitte beachtet auch die gute Zusammenfassung des wfv:

Wie geht es weiter?

Es muss jedem klar sein: Wir trainieren und spielen jetzt nicht nach Corona, sondern während einer Pandemie, die – zumindest weltweit betrachtet – immer noch weiter zu- und nicht abnimmt. Niemand kann vorhersehen, wie Urlaubsreisen, Schulanfang und Herbsttemperaturen im September zusammenwirken werden. Wir sollten darauf gefasst sein, dass die derzeitigen Lockerungen eventuell irgendwann auch wieder zurückgedreht werden müssen.

Unser genehmigtes Schutzkonzept gilt auch für Stationentraining mit „Dauerabstand“ und in 10er-Gruppen. Falls diese Einschränkungen wieder kommen, wären wir im Prinzip also vorbereitet, brauchen dann aber auch genug Personal, um die vielen kleinen Trainingsgruppen betreuen zu können. Eltern und andere, die Zeit und Lust haben, in diesem Fall mitzuhelfen, dürfen sich gerne bei Markus Mutz melden. („Unser“ Trainer-Basislehrgang wird ab dem 18.September nachgeholt!)

Neuer Trainingszeiten nach den Sommerferien

Bis zu den Sommerferien galt noch der etwas „abgespeckte“ Trainingsplan, in dem die meisten Teams 1 x wöchentlich trainierten. Der wichtigste Grund dafür war, dass wir schon vor Monaten unseren Turnern bis Ende Juli drei Trainingstermine für das Projekt Start2Move überlassen hatten. Der TSV Leinfelden war dabei einer von 7 Pilotvereinen im Schwäbischen Turnerbund und hätte ohne diese Freiluft-Möglichkeit absagen müssen. Während der Sommerferien gibt es – sofern es die Trainer und ihre Familien möglich machen konnten – für manche Teams auch noch ein paar Trainingstermine. Danke an die Stadt für das Entgegenkommen.

Nach den Sommerferien wird es einen neuen Belegungsplan geben, der sich am alten orientiert. Aber gewisse Rahmenbedingungen wie die 15-Minuten-Pausen zwischen den Trainingsgruppen werden wir darin weiterhin berücksichtigen müssen.

Was passiert, wenn jemand infiziert wird?

Am wichtigsten ist natürlich die Zusammenarbeit der Betroffenen mit dem Gesundheitsamt und die Info an unsere Ansprechpartner fürs Schutzkonzept, Volker Funk und Markus Mutz.

Darüber hinaus hat hat der wfv eine Meldestelle eingerichtet, die Vereine durch alle notwendigen Schritte führt (https://www.wuerttfv.de/corona/meldeformular/). Das soll die Auswirkungen auf Trainings- und Spielbetrieb klären und auch dafür sorgen, dass andere Vereine möglichst effektiv informiert werden. Darum müssen sich Betroffene aber nicht selbst kümmern, sondern das machen dann Vereinsverantwortliche.

Warum dauert(e) die Umsetzung manchmal so lang?

Diese Frage wird uns mitunter gestellt. Andere halten das Tempo aber auch für angemessen und wieder anderen geht das alles zu schnell. Richtig oder falsch gibt es hier vermutlich nicht. Unser Hauptantrieb ist es, unseren Teil beizutragen, dass ihr wieder ein bisschen Normalität habt. Der angestaute Bewegungsdrang muss raus, soziale Kontakte müssen wieder her. Wir kennen das. Wir haben selbst Familien. Wir wollen hier auch im besten Sinn gemeinnützig sein, nur müssen wir das halt ausschließlich mit dem Gemeinsinn unserer Ehrenamtlichen stemmen. Der Profifußball hat da mal wieder Erwartungen geweckt, mit denen sich viele Breitensportvereine schwer tun. Auch wir haben die eigenen Stärken und Schwächen gnadenlos kennen gelernt und verbessern uns entlang des weiteren Weges. Wir wurden in den letzten Wochen oft auf „schnellere“ Vereine angesprochen. Respekt für deren Tempo. Der frühe Start kann aber auch Schwierigkeiten mit sich bringen, die uns ebenfalls berichtet wurden: Kinder, die vom „berührungslosen“ Stationentraining schnell gelangweilt waren, oder gar Streit, der sich an der Zusammensetzung der kleinen Trainingsgruppen entzündete. Jeder Verein muss auf diesem Weg seine eigene Balance finden. Das zu vergleichen oder zu bewerten ist eigentlich unmöglich.

Der Weg der Verordnungen

Wenn ihr in der Presse andere Beispiele seht, dann achtet bitte genau auf die Details. Die „Corona-Verordnungen“ erlassen jeweils die Landesregierungen (aktuell bis zum 31.8.2020). Ein paar Tage später wird dann die „Sportstättenverordnung der Stadt Leinfelden-Echterdingen“ angepasst. Und diese Verordnung – plus ggf. Absprachen und Klärungen mit der Stadt – ist dann die Grundlage dafür, wie wir „unsere“ Plätze im Sportzentrum Leinfelden nutzen dürfen. Vergleiche mit anderen Bundesländern oder Städten können also hinken. Bei den Spiel- und Bolzplätzen, die schon länger offen sind, liegt die Verantwortung bei den Eltern und nicht bei Gemeinden und Vereinen, die sich erst auf ein Schutzkonzept als „Nutzungsbedingung“ für die Sportstätten einigen müssen.

Unser Tempo

Vergleiche mit anderen Vereinen aus der Umgebung müssen wir uns natürlich gefallen lassen. Da gibt es Beispiele, die ganz offensichtlich schon bei den ersten Lockerungen „gieriger“ am Start waren, als wir (z.B. mit 5 er-Trainingsgruppen). Das hätten wir aber schon rein personell im Jugendbereich gar nicht für alle Spieler:innen abbilden können, denn ein Trainer durfte nicht mehrere Gruppen betreuen. Die aktuellen Lockerungen, unter denen Spielsituationen ohne Abstand wieder erlaubt sind, gelten seit Anfang Juli. Und seither sind unsre Teams auch nach und nach alle wieder am Start und können sich vor der Sommerpause immerhin noch ein paar mal sehen. Dafür, dass wir keine angestellten Trainer oder Spieler haben, sondern alles im Ehrenamt neben dem privaten Coronastress machen, sind wir froh, dass wir jetzt aus der „Corona-Starre“ heraus sind. Und ab sofort steht die Grundlage dafür, dass wir zukünftige Anpassungen rasch umsetzen können.

Danke für Euer Verständnis und bleibt gesund!