Herren: GFV Omonia Vaihingen I – TSV Leinfelden I 0:2 (0:0)

Das Spitzenspiel in der KL B4 endete für unsere Erste mit einem verdienten Auswärtssieg in Vaihingen. Das Team von Trainer Roberto Zaccaro bestätigte erneut den starken Eindruck aus der Rückrundenvorbereitung und revanchierte sich jetzt erfolgreich für die beiden einzigen Niederlagen aus der Hinrunde. Zum Lohn nimmt der TSV Leinfelden zumindest vorläufig mal wieder Tabellenplatz Zwei ein. Die härtesten Konkurrenten – SKV Palästina Al Q’uds – können allerdings noch in einem Nachholspiel punkten. Ganz unabhängig davon hat sich Leinfelden heute aber mit einer erneut starken Teamleistung im Kampf um den Aufstieg zurückgemeldet und wirkt stabil genug, um die eigenen Aufgaben konzentriert zu lösen und dann von Ausrutschern der Konkurrenz zu profitieren.

Konzentration und Disziplin waren heute dann auch die wichtigsten Tugenden im Leinfelder Spiel. Unter dem druckvollem Stil der Heimmannschaft taten sich die TSV-Herren erst einmal schwer, den Spielfluss aufzubauen, den man sonst von ihnen gewohnt ist. In dieser Phase war es also wichtig, hinten sicher zu agieren und geduldig zu bleiben. Und das gelang den Jungs auch. Mit der Zeit gelangen trotz der hohen Intensität immer mehr eigene Kombinationen. Gleichzeitig versandeten die Angriffe der Vaihinger immer häufiger im Toraus oder Abseits, das der sehr souveräne Schiedsrichter immer bemerkenswert gut im Blick hatte.

So ging es zwischen den Spitzenteams also torlos in die Pause und das Bild vom ungefähren Gleichgewicht mit etwas mehr Ballbesitz für Omonia änderte sich auch nach Wiederanpfiff kaum. Tendenziell lief die Partie mehr in Richtung TSV-Tor und weil es im Fußball auch um Wahrscheinlichkeiten geht, „verdienten“ es sich die Vaihinger damit, dass es im Leinfelder Strafraum zu einem Zweikampf kam, bei dem der Schiri auf Elfmeter für Omonia entschied. Dass der Schütze den Ball dann über die Latte semmelte, nennen die einen Motivationsüberschuss und die anderen das Glück der Tüchtigen.

Jedenfalls blieb Leinfelden im Spiel und kam seinerseits wieder zu mehr gelungenen Aktionen im Angriff. Eine davon konnten die Gastgeber in der 60. Minute nur per Foul stoppen und wurden neben Gelb für den Spieler auch noch mit dem Rückstand bestraft: Marven Engelhardt zirkelte der Freistoß direkt von halblinks in den – aus Torwartsicht – rechten oberen Torwinkel. Eine tolle Aktion zum 0:1, die zurecht von den Gästen und ihrem Anhang viel bejubelt wurde!

Wie sehr der Rückstand sich beim Spitzenreiter als Dämpfer auswirkte, ist unklar. Dass er dem Team des TSV Leinfelden geholfen hat, war dagegen deutlich zu spüren. Die Jungs wirkten jetzt noch wacher. Auch die neuen Kräfte, die von der Bank kamen, waren sofort im Spiel und zeigten, wie ausgeglichen stark unser Kader besetzt ist. Dem TSV gelang es also, einen möglichen Sturmlauf Omonias auf den Ausgleich zu unterbinden und stattdessen das Spielgeschehen jetzt mehr in des Gegners Hälfte zu verlagern. Und prompt schlug auch hier die Wahrscheinlichkeitstheorie zu: Bei einem TSV-Angriff, der bis in den Omonia-Strafraum vorgedrungen war, wurde Timo Bock von hinten mit beiden Armen in den Rücken gestoßen und verwandelte den fälligen Elfmeter gleich selbst zur 2:0-Führung für Leinfelden (89.).

Bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Schlusspfiff in einem Spiel, das insgesamt arm an herausgespielten Torchancen war und bei dem im Grunde nur Standards für Gefahr sorgten. Hier zeigten die TSV-Spieler ihre Klasse und wurden mit drei enorm wertvollen Punkten belohnt.

Nächste Spiele am Sonntag, 15. März

13:00 Uhr: TSV Leinfelden II – TSV Sielmingen II

15:00 Uhr: TSV Leinfelden I – TSV Sielmingen I